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Песнь о Нибелунгах / Das Nibelungenlied - Автор Неизвестен -- Мифы. Легенды. Эпос. Сказания

Тут можно читать бесплатно Песнь о Нибелунгах / Das Nibelungenlied - Автор Неизвестен -- Мифы. Легенды. Эпос. Сказания. Жанр: Европейская старинная литература / Мифы. Легенды. Эпос год 2004. Так же Вы можете читать полную версию (весь текст) онлайн без регистрации и SMS на сайте Nice-Books.Ru (NiceBooks) или прочесть краткое содержание, предисловие (аннотацию), описание и ознакомиться с отзывами (комментариями) о произведении.
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1611 Da rief er so gewaltig, der ganze Strom erscholl

Von des Helden Stärke, die war so groß und voll:

"Mich Amelrich hol über; ich bin es, Elses Mann,

Der vor starker Feindschaft aus diesen Landen entrann."

1612 Hoch an seinem Schwerte er ihm die Spange bot,

Die war schön und glänzte von lichtem Golde roth,

Daß er ihn überbrächte in Gelfratens Land.

Der übermüthge Ferge nahm selbst das Ruder

an die Hand.

1613 Auch hatte dieser Ferge habsüchtgen Sinn:

Die Gier nach großem Gute bringt endlich Ungewinn;

Er dachte zu verdienen Hagens Gold so roth,

Da litt er von dem Degen hier den schwertgrimmen Tod.

1614 Der Ferge zog gewaltig hinüber an den Strand.

Welcher ihm genannt war, als er den nicht fand,

Da hub er an zu zürnen: als er Hagen sah,

Mit grimmem Ungestüme zu dem Helden sprach er da:

1615 "Ihr mögt wohl sein geheißen mit Namen Amelrich;

Doch seht ihr dem nicht ähnlich, des ich versehen mich.

Von Vater und von Mutter war er der Bruder mein:

Nun ihr mich betrogen habt, so müßt ihr dießhalben

sein."

1616 "Nein! um Gotteswillen," sprach Hagen dagegen.

"Ich bin ein fremder Recke, besorgt um andre Degen.

So nehmet denn freundlich hin meinen Sold

Und fahrt uns hinüber: ich bin euch wahrhaftig hold."

1617 Da sprach der Ferge wieder: "Das kann einmal nicht

sein.

Viel der Feinde haben die lieben Herren mein.

Drum fahr ich keinen Fremden hinüber in ihr Land:

Wenn euch das Leben lieb ist, so tretet aus an

den Strand."

1618 "Das thu ich nicht," sprach Hagen, "traurig ist mein

Muth.

Nehmt zum Gedächtniß die goldne Spange gut

Und fahrt uns über, tausend Ross’ und auch so manchen

Mann."

Da sprach der grimme Ferge: "Das wird nimmer

gethan."

1619 Er hob ein starkes Ruder, mächtig und breit,

Und schlug es auf Hagen (es ward ihm später leid),

Daß er im Schiffe nieder strauchelt’ auf die Knie.

Solchen grimmen Fergen fand der von Tronje noch nie.

1620 Noch stärker zu erzürnen den kühnen Fremdling,

schwang

Er seine Ruderstange, daß sie gar zersprang,

Auf das Haupt dem Hagen; er war ein starker Mann:

Davon Elses Ferge bald großen Schaden gewann.

1621 Mit grimmigem Muthe griff Hagen gleich zur Hand

Zur Seite nach der Scheide, wo er ein Waffen fand:

Er schlug das Haupt ihm nieder und warf es auf

den Grund.

Bald wurden diese Mären den stolzen Burgunden kund.

1622 Im selben Augenblicke, als er den Fährmann schlug,

Glitt das Schiff zur Strömung; das war ihm leid genug.

Eh er es richten konnte, fiel ihn Ermüdung an:

Da zog am Ruder kräftig König Gunthers Unterthan.

1623 Er versucht’ es umzukehren mit manchem schnellen

Schlag,

Bis ihm das starke Ruder in der Hand zerbrach.

Er wollte zu den Recken sich wenden an den Strand;

Da hatt er keines weiter: wie bald er es zusammen band

1624 Mit seinem Schildriemen, einer Borte schmal.

Hin zu einem Walde wandt er das Schiff zu Thal.

Da fand er seinen Herren sein harren an dem Strand;

Es giengen ihm entgegen viel der Degen auserkannt.

1625 Mit Gruß ihn wohl empfiengen die edeln Ritter gut:

Sie sahen in dem Schiffe rauchen noch das Blut

Von einer starken Wunde, die er dem Fergen schlug:

Darüber muste Hagen fragen hören genug.

1626 Als der König Gunther das heiße Blut ersah

In dem Schiffe schweben, wie bald sprach er da:

"Wo ist denn, Herr Hagen, der Fährmann

hingekommen?

Eure starken Kräfte haben ihm wohl das Leben

benommen."

1627 Da sprach er mit Verläugnen: "Als ich das Schifflein fand

Bei einer wilden Weide, da löst’ es meine Hand.

Ich habe keinen Fergen heute hier gesehn;

Leid ist auch Niemand von meinen Händen geschehn."

1628 Da sprach von Burgunden der König Gernot:

"Heute muß ich bangen um lieber Freunde Tod,

Da wir keinen Schiffmann hier am Strome sehn:

Wie wir hinüber kommen, darob muß ich in Sorgen

stehn."

1629 Laut rief da Hagen: "Legt auf den Boden her,

Ihr Knechte, das Geräthe: ich gedenke, daß ich mehr

Der allerbeste Ferge war, den man am Rheine fand:

Ich bring euch hinüber gar wohl in Gelfratens Land."

1630 Daß sie desto schneller kämen über Flut,

Trieb man hinein die Mähren; ihr Schwimmen ward

so gut,

Daß ihnen auch nicht eines der starke Strom benahm.

Einige trieben ferner, als sie Ermüdung überkam.

1631 Sie trugen zu dem Schiffe ihr Gut und ihre Wehr,

Nun einmal ihre Reise nicht zu vermeiden mehr.

Hagen fuhr sie über; da bracht er an den Strand

Manchen zieren Recken in das unbekannte Land.

1632 Zum ersten fuhr er über tausend Ritter hehr

Und seine sechzig Degen; dann kamen ihrer mehr:

Neuntausend Knechte, die bracht er an das Land.

Des Tags war unmüßig des kühnen Tronejers Hand.

1633 Das Schiff war ungefüge, stark und weit genug:

Fünfhundert oder drüber es leicht auf einmal

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